Berserk Reborn · 2022-03-21
ERDE – ZEITLOSE WESEN

In vergangenen Zeiten hatten sich die Elfen an den Grenzen in ganz Udhin etabliert, von der derzeitig dunklen Seite bis zu den Gewässern des Yaint-Ozeans sowie den nahen Sümpfen und dem Marschland bis hin zu den Bergen von Khaást und von den Großen Weißen Tälern bis zu den Wäldern der Druiden und Dhonriel. Doch mit der Zeit entwickelten sich andere jüngere und aggressivere Rassen. Aus diesem Grund kehrten die Elfen in die Wälder zurück, in denen sie geboren wurden. Nichtsdestotrotz sind immer noch Spuren ihrer Präsenz in den Tälern, Sümpfen und Bergen erkennbar.
Die Elfen unterscheiden sich von den Menschen vor allem durch die längliche Form ihrer Ohren, ihre makellosen Gesichter und ihre schlanke Figur. Dieses Bild der Schönheit der Elfen stimmt jedoch nicht immer mit dem Bild überein, das die Menschen von den Elfen haben.
Derzeit ist nur ein Königreich der Elfen bekannt: Dhonriel. Es kommt selten vor, dass sich Elfen in große Gruppen zusammenschließen. Grundsätzlich bilden sie keine Gruppen mit mehr als 100 Mitgliedern. Sie mögen es, ihre Häuser in den Bäumen zu bauen und sie mit Hilfe eines komplexen Brücken-Systems aus Geweben zu verbinden, was außerdem als Weg für ihre Boten dient: man kann in weniger als zwei Tagen vom Zentrum von Dhonriel zu jedem der äußersten Punkte gelangen, ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen. Die Elfen wohnen für gewöhnlich in den Grenz-Siedlungen (die den menschlichen Siedlungen ähneln).
Der Grundgedanke der Elfen in Kämpfen ist es, so wenig Verluste wie möglich zu erleiden. Das Leben ist für sie von enormem Wert und ihre Fruchtbarkeit ist sehr gering, weshalb sie es zu vermeiden versuchen, Mitglieder ihrer Rasse zu verlieren. Sollten sie sich in Gefahr befinden, zögern sie dennoch keine Sekunde, zu ihrem Bogen zu greifen. Neben der Präzision der elfischen Bogenschützen sind auch ihre makellosen Fähigkeiten, sich im Wald zu tarnen, die Feinde bis zur Erschöpfung zu bringen und unüberwindbare Hinterhalte zu planen, überall bekannt. Außerdem sollte beachtet werden, dass die Elfen mit den Menschen Seite an Seite kämpfen, die ihnen in Sachen Treffsicherheit und Tarnung in nichts nachstehen.
Die Primärwaffe der Elfen ist der Bogen. Im Kampf Mann-gegen-Mann benutzen sie Schwerter und Dolche. Die Soldaten benutzen keine schwere Rüstung, denn sie vertrauen auf ihre naturgegebene Agilität. Wächter hingegen tragen manchmal Kettenhemden oder Lederrüstungen. Die Himmelsfräser (sie reiten auf Greifen und anderen Flugkreaturen) sind besser bewaffnet und vorbereitet als die weiteren Soldaten. Im Falle eines Angriffs sind sie die Ersten, die sich dem Feind entgegenstellen.
Die Elfen von Dhonriel können Festungen weder stürmen noch belagern. Sie bevorzugen es, sie nach und nach einzunehmen, wobei sie sich mehr auf ihre Geschwindigkeit und den Überraschungseffekt als auf Strategien und Taktiken verlassen.
Die Elfen der Oberschicht sind in verschiedene „Häuser“ eingeteilt. Diese wurden vor tausenden von Jahren von ihren Vorfahren gegründet. Ihre Bezeichnungen entwickelten sich zu den Namen der modernen Familien. Die „Häuser” teilten sich je nach Größe und ihrem Beitrag zur Elfen-Geschichte in Große und Kleine Häuser auf. Im Laufe der Jahre haben nur sieben der Großen Häuser überlebt:
- Haus des Ewigen Lichts (Symbol – Stern): das Haus der Regierung; seine Mitglieder besitzen exzellente Fähigkeiten bezüglich der Wahrsagerei.
- Haus des Morgengrauens (Symbol – Sonnenaufgang): Die Mitglieder dieses Hauses gründeten einen militärischen Orden, der sich der Vernichtung von Monstern widmet.
- Haus der Weißen Eiche (Symbol - Eiche): die Repräsentanten dieses Hauses sind die besten Elfen-Kämpfer; hauptsächlich die Mitglieder dieses Hauses bilden die Grenzwächter von Dhonriel. Außerdem sind sie die einzigen Repräsentanten aller Elfen in Udhin. Die Mitglieder dieses Hauses verstehen die Sprache der Tiere und können mit ihnen kommunizieren.
- Haus der Scharlachroten Rose (Symbol - Rose): Dieses Haus widmet sich dem Studium und der Perfektionierung der Magie. Es beansprucht den Großteil der magischen Kräfte der Elfen für sich. Unter den Mitgliedern dieses Hauses und denen des Hauses der Weißen Eiche ist die Stimmung etwas angespannt, da beide Parteien ihre Fachrichtung als wichtigste Aufgabe zum Schutz der Wälder ansehen.
- Haus des Ewigen Nebels (Symbol - Nebel): Dieses Haus ist spezialisiert auf die Medizin und die Magie. Sie sind die besten Mediziner der Elfen.
- Haus des Weißen Lotus (Symbol - Lotus): Politiker und Spione. Die Mitglieder dieses Hauses arbeiten als Botschafter und Berater der königlichen Familie, wobei ihre Hauptfunktion jedoch die Formierung der Greif-Reiter-Schwadronen ist. Sie stehen den Anhängern des Hauses der Weißen Eiche in nichts nach; weder in Sachen Fähigkeiten noch bezüglich ihrer Ausbildung.
- Haus des Blauen Baches (Symbol - Bach): spezialisiert auf die elementare Magie des Windes und des Wassers.
- Haus der Eisenblumen (Symbol – Blume und Hammer): das Haus der Schmiede und Goldschmiede. Seine Mitglieder sind in der Lage, unglaubliche Stein- und Metall-Kreationen zu erschaffen, die aussehen, als wären sie von der Natur geschaffen worden.
Es gibt eine bekannte Legende darüber, wie einer der ersten Bewohner von Udhin, ein Junge namens Mikkel, sich in die größten Tiefen des Heiligen Waldes wagte. Im Inneren des Waldes wohnte ein intelligenter Geist, der als seine Inkarnation als Pfeiler der Stärke des Waldes fungierte. In den Wurzeln des Großen Baumes, dem ältesten Baum der Welt, befand sich der Geist der Erde, der sich mit Mikkel unterhielt. Dieser erzählte dem Geist der Erde von seinen Träumen und Bestrebungen; er wollte der stärkste werden, um den Wald vor jeder Bedrohung beschützen zu können. Dies entfachte beim Geist der Erde ein Gefühl von Stolz, was ihn dazu veranlasste, Mikkel Teile seiner Macht abzugeben, damit dieser das Amt des Ewigen Wächters der Erde übernehmen konnte. Seit diesem Moment werden besagte Wälder als Mikkels Wälder bezeichnet...
Im Laufe der Zeit wurde von bekannten Druiden wie dem Orden der Druiden von Krong in den Wäldern eine machtvolle Organisation gegründet, die im Allgemeinen pazifistisch ausgerichtet war und vom Obersten Druiden angeführt wird. Dieser erhielt den Namen Mikkel sowie all das Wissen und die Fähigkeiten seiner Vorgänger. Das Ziel der Druiden ist es, die Ordnung in den Wäldern zu wahren und eine allgemeine Harmonie mit der Natur sicherzustellen. Sie erlauben es niemandem, den Heiligen Wald zu betreten, geschweige denn ihn zu zerstören. Dafür beobachten sie die Grenzen und lassen keinen Fremden mit schlechten Absichten eintreten.
Unter den Druiden gibt es Personen aller Geschlechter und jeden Alters. Sie umfassen all jene, die sich dazu entschieden, auf ihr körperliches Dasein zu verzichten und sich dem Dienst und dem Schutz der Natur zu widmen. Die Druiden tragen fast identische, schlichte Tuniken in den Farben Grau und Grün, mit oder ohne dekorierte Kapuzen und mit oder ohne Muster. Fast alle Druiden fühlen auf intuitive Art und Weise die Kraft der Natur und des Lebens in all seinen Formen. Für sie ist es eine einfache Aufgabe, einen abgebrochenen Ast oder sogar einen abgeschnittenen Arm eines Menschen zu heilen (das zentrale Element der druidischen Magie ist die Therapie und die Heilung). Viele von ihnen können mit Tieren, Pflanzen und den Elementen kommunizieren. Das Symbol der Stärke eines Druiden ist sein Stab, der lang oder kurz sein kann und entweder mit Sprossen und Blättern bedeckt ist oder einfach schlicht gestaltet wurde. Die Druiden errichten keine Häuser aus Holz, sondern bevorzugen es, in Hütten aus Korbweide zu wohnen. Außerdem besitzen sie geheime Tempel in den Tiefen des Waldes, wo sie sich treffen, um ihre Rituale abzuhalten. Diese befinden sich normalerweise in Zonen mit unüblich gekrümmten Bäumen (das Symbol des Geistes des Waldes) oder Dolmen und Hinkelsteinen.
Im Kampf setzen die Druiden Einheiten der Bewohner des Flachlands ein, die für sie als Geheimdienst und Grenzwachen arbeiten. Diese Soldaten widmen sich außerdem dem Schutz der Wälder der Böswilligen, jedoch nur mit Hilfe ihrer eigenen Kraft. Unter den Bewohnern des Flachlands kann man Schützen, Jäger, Fallensteller und Bergjäger finden. Sprechen die Druiden einen Zauber zum Schutz des Waldes, erheben sich all seine Bewohner: Ents, Wolfsmenschen, Feen, Zentauren, wilde Tiere (Wölfe, Bären, Luchse und Panther) und sogar die uralten Hydras, die in den Tiefen der Höhlen leben.
Das Protektorat des Waldes ist eine extremistische Organisation, die ähnlich zusammengesetzt ist, wie die der Druiden und Elfen. Auch ihre Ziele unterscheiden sich nur wenig von denen der Druiden; nur bezüglich ihrer Einstellung gibt es Differenzen. Während die Druiden eine Politik der Neutralität verfolgen und sich nur der Verteidigung widmen, bevorzugen die Beschützer den Kampf. Dies trifft vor allem auf den Chef des Protektorats, einen Elfen namens Breggor, zu. Unter seiner Führung übernehmen die gut organisierten und gut trainierten Soldaten die Sabotage und die Angriffe gegen das Territorium von Tudgarh, um dessen Bewohner zu zeigen, dass jeder Versuch der Eroberung des Waldes hoffnungslos ist. Der Sitz der Wache befindet sich in einem dichten Nadelwald namens Bornim, der als Wald der Verrückten bekannt ist. Sollte ein Fremder dort eindringen, wendet sich alles und jeder gegen ihn: die Äste peitschen ihm ins Gesicht, die Wurzeln und Büsche schnappen nach seinen Füßen, wilde Tiere attackieren ihn von allen Seiten ... Der Wald der Verrückten ist die Heimat der Wächter, weshalb diese extrem schwierig zu verfolgen sind, sollten sie sich mal zurückziehen. Hier muss angemerkt werden, dass Rodreth, der Sohn des Obersten Druiden und bester Freund von Breggor, den Reihen der Wächter angehört. Sein Beispiel zeigt, dass nicht alle Druiden mit der Politik der Neutralität einverstanden sind. Viele von ihnen traten dem Protektorat bei, um den Wald aktiv mit Waffen zu beschützen. Sie können außerdem die Magie der Natur nutzen.
Im Wald versteckt sich eine Vielzahl an Kreaturen, von denen nur wenig bekannt ist. Es gibt hunderte Freunde von Elfen, wie beispielsweise die kleinen Blumen-Feen oder die riesigen Ents. Außerdem findet man dort die Töchter der Bäume: Baumnymphen, Najaden und Nymphen. Im dichten Gestrüpp stößt man auf verborgene Siedlungen kleiner Wesen. Des Weiteren existieren dort gigantische Monster, wie die Zyklopen oder Riesen wie Orzgrim und viele weitere Kreaturen, die unglaublich schwierig zu beschreiben sind. Einige von ihnen sehen aus wie wandelnde Bäume oder Hügel, andere sind mit nichts vergleichbar. Die schönste Kreatur des Waldes ist der Goldene Drache, der direkte Vorfahre der restlichen Drachen.