Project Motor Racing · 2026-10-01
Wenn die Ideallinie zum Fluss wird: Project Motor Racing zeigt True2Track-Wasserphysik
Regen kann eine komfortable Führung zunichtemachen, die schnellste Linie zur falschen Linie verwandeln und einen Bremspunkt, der in einer Runde noch funktioniert hat, plötzlich gefährlich optimistisch erscheinen lassen. Project Motor Racing stellt diese Konsequenzen ins Zentrum seiner neuesten True

Regen kann eine komfortable Führung zunichtemachen, die schnellste Linie zur falschen Linie verwandeln und einen Bremspunkt, der in einer Runde noch funktioniert hat, plötzlich gefährlich optimistisch erscheinen lassen. Project Motor Racing stellt diese Konsequenzen ins Zentrum seiner neuesten True2Track-Vorführung und zeigt, wie Wasser als ständig veränderlicher Teil der Strecke behandelt wird, statt nur als visuelle Schicht auf ansonsten unverändertem Asphalt.
Die neue True2Track – Water Dynamics-Präsentation konzentriert sich speziell auf Rennen bei Nässe und die Technik, die dahintersteckt. Wasser kann sich ansammeln, über die Oberfläche bewegen, sich in Vertiefungen sammeln, abfließen und durch Reifen verdrängt werden, was bedeutet, dass Fahrer nicht einfach zwischen einem vorgegebenen „trockenen“ und „nassen“ Zustand wählen. Die verfügbare Haftung an einer bestimmten Asphaltstelle kann sich kontinuierlich ändern, während Wetter, Oberflächengeometrie und die Autos miteinander interagieren.
Regen ist kein Wetter-Preset
Der einfachste Weg, Regen in einem Rennspiel zu simulieren, besteht darin, die Optik zu ändern, einen allgemeinen Haftungskoeffizienten zu reduzieren und das Feld auf Regenreifen zu wechseln.
True2Track ist auf etwas deutlich Granulareres ausgelegt.
Project Motor Racing hält eine dynamische Repräsentation der Streckenoberfläche. Laut Straight4 Studios sind Strecken in quadratische Abschnitte unterteilt, die wiederum in Probepunkte von etwa 7 cm x 7 cm aufgeteilt werden. Jeder dieser Samples kann Informationen wie Wassertiefe, abgelagertes Gummi und lose Gummikrümel enthalten.
Das bedeutet, das Spiel muss eine ganze Kurve nicht als gleichmäßig nass betrachten.
Ein Abschnitt kann deutlich mehr Wasser halten als ein anderer, nur wenige Meter entfernt.
Eine Vertiefung kann eine Pfütze bilden. Ein Abfluss kann nahegelegenes Wasser schneller entfernen. Die stark befahrene Rennlinie kann nach und nach Wasser verlieren, weil wiederholter Reifen-Kontakt es verdrängt. Gleichzeitig kann ein wenig befahrener Bereich lange gefährlich nass bleiben, selbst nachdem andere Abschnitte zu trocknen begonnen haben.
Das Ergebnis ist eine Strecke, deren Zustand lokal existiert und nicht als eine globale Zahl.
Wasser bewegt sich tatsächlich über die Strecke
Der Kern des Systems ist eine Fluid-Simulation.
Straight4 beschreibt True2Track als ein Netzwerkmodell, in dem benachbarte Oberflächenproben Wasser je nach Höhenunterschieden und Eigenschaften des Untergrundmaterials austauschen.
Einfacher ausgedrückt versucht das Spiel zu bestimmen, wohin der Regen natürlicherweise fließen würde.
Wasser, das auf einen flachen Asphaltbereich trifft, kann sich relativ gleichmäßig verteilen. Auf unebenem Gelände fließt Wasser bergab. Bereiche mit gutem Abfluss können schneller trocknen, während tiefe Stellen oder schlecht drainierte Oberflächen allmählich tiefere Pfützen ansammeln können.
Diese Unterscheidung ist grundlegend für glaubwürdiges Fahren bei Nässe.
Reale Fahrer erleben Regen nicht als einheitliche Verringerung der Haftung. Sie haben es mit Stellen mit Stehwasser, Flüssen, die die Strecke kreuzen, nassen Bereichen in bestimmten Kurven und wechselnden Risiken zu tun, abhängig davon, wie gut einzelne Bereiche entwässern.
True2Track versucht, diese Unsicherheit dynamisch nachzubilden.
Pfützen entstehen, statt plötzlich aufzutauchen
Eine Folge davon ist, dass Pfützen nicht manuell an festen Positionen platziert werden müssen, sobald es zu regnen beginnt.
Sie können aus dem Zusammenspiel von Niederschlag, Streckenform, Drainage und Wasserbewegung entstehen.
Mit anhaltendem Regen werden Bereiche, die Wasser halten können, allmählich tiefer. Wenn der Regen aufhört, schrumpfen diese Becken durch Abfluss und Verdunstung statt sofort zu verschwinden, sobald das Wettersystem den Zustand ändert.
Das schafft eine Übergangsphase, die für den Fahrer enorm wichtig ist.
Eine Strecke kann größtenteils trocken sein, während bestimmte Abschnitte weiterhin gefährlich bleiben.
Die richtige Rennlinie kann daher extrem kompliziert werden. Der konventionelle Weg mag anfänglich mehr Gummi und bessere Haftung bieten, doch wenn sich dort stehendes Wasser bildet, kann eine andere Linie durch die Kurve sicherer werden.
Eine Runde kann die Entscheidung für die nächste beeinflussen.
Genau dieses sich entwickelnde Problem will die aktuelle Water Dynamics-Präsentation hervorheben.
Jedes Auto hilft, die Strecke zu trocknen
Die Fahrzeuge sind keine passiven Teilnehmer der Simulation.
Wenn ein Reifen einen nassen Asphaltbereich überfährt, erhält True2Track Informationen über den Reifen-Kontakt und entfernt etwas Wasser aus den betroffenen Oberflächen-Samples.
Multipliziert man diesen Prozess über ein ganzes Feld, das dutzende Runden absolviert, wird der Effekt signifikant.
Eine Trocknungslinie kann sich physisch durch den Verkehr entwickeln.
Das ist besonders wichtig bei Rennen, die in nassen Bedingungen starten und bei denen der Niederschlag nachlässt. Die schnellste Route wird nicht einfach trocken, weil eine unsichtbare Uhr abläuft. Autos, die wiederholt darüber fahren, tragen zu dieser Veränderung bei.
Das Gegenteil gilt ebenfalls.
Bereiche außerhalb der üblichen Linie erhalten weniger Reifenverkehr und können Wasser deutlich länger behalten.
Ein Fahrer, der einen Überholversuch außerhalb des etablierten trockenen Pfads startet, kann daher trotz nur einer Wagenbreite Abstand zum Gegner völlig andere Haftungswerte vorfinden.
Das macht Überholen unter wechselnden Bedingungen deutlich komplexer als einfach späteres Bremsen.
Offline fahren kann richtig gefährlich werden
Hier hat True2Track das Potenzial, einige der interessantesten Rennsituationen zu erzeugen.
Eine trockene Rennlinie vermittelt Sicherheit.
Aber Rennen erfordern, sie zu verlassen.
Eine Verteidigung kann einen Fahrer auf feuchten Asphalt drängen. Ein Überholversuch kann bedeuten, in eine Bremszone zu fahren, über der mehrere Runden niemand das Wasser verdrängt hat. Das Vermeiden eines Unfalls kann das Auto abrupt auf eine deutlich nassere Fläche mit völlig anderer Haftung bringen.
Die Strecke entwickelt effektiv mehrere Risikostufen.
Ein Spieler, der die ideale Trockenlinie auswendig gelernt hat, kann diese nicht zwangsläufig ohne Anpassung wiederholen. Stattdessen muss er die Strecke lesen und bestimmen, wo aktuell nutzbare Haftung existiert.
Das verschiebt die Betonung von Auswendiglernen hin zur Interpretation.
Der schnellste Fahrer ist nicht unbedingt derjenige, der die theoretisch optimalen Bremsfolgen wiederholt. Bei Nässe kann es derjenige sein, der versteht, wohin diese Bremszonen gewandert sind.
Stehendes Wasser bringt Aquaplaning-Risiko
Die Wassertiefe wird nicht nur zur visuellen Veränderung der Strecke genutzt.
Project Motor Racing kann True2Track nach lokalen Wasserinformationen für die Berechnung des Reifenverhaltens abfragen, einschließlich Aquaplaning-Schwellen und Bremsleistung.
Das macht tiefere Wasseransammlungen qualitativ anders als gewöhnlich feuchten Asphalt.
Ein Reifen muss Wasser unter seinem Aufstandsbereich verdrängen, um effektiven Kontakt zur Straße zu behalten. Mit zunehmender Tiefe und Geschwindigkeit kann der Reifen zunehmend unfähig werden, diese Aufgabe zu erfüllen.
Sobald der Aufstandsbereich anfängt, auf dem Wasser zu gleiten statt richtig auf dem Asphalt aufzulegen, können Lenk- und Bremskräfte schnell einbrechen.
Für den Fahrer kann der Unterschied abrupt sein.
Ein Auto, das sich auf einem nassen Abschnitt noch beherrschbar anfühlt, kann plötzlich viel schwerer kontrollierbar werden, wenn es auf tieferes Stehwasser trifft.
Wichtig ist, dass True2Track die Tiefe genau an dem Punkt kennt, an dem der Reifen gerade unterwegs ist.
Es meldet nicht einfach an die Physik-Engine, dass „die Strecke nass ist“.
Regenreifen sind nur ein Teil der Lösung
Die Wahl der Regenreifen wird natürlich entscheidend, aber Project Motor Racing verfeinert weiterhin, wie diese Reifen sich verhalten.
Das Version 2.2-Update vom August 2026 enthielt erhebliche Änderungen für nasse Bedingungen, besonders für die GT3-Klasse.
Straight4 verbesserte das Gefühl von Haftung sowohl bei Slicks als auch bei Regenreifen, erhöhte die Rollwiderstandseffekte durch Pfützen und tieferes Stehwasser, reduzierte den trockenen Grip, den Regenreifen liefern, und veränderte deren physikalische Eigenschaften.
Regenreifen reagieren jetzt schneller auf Bedingungen und können aggressiver überhitzen, sobald die Strecke trocknet.
Dieser letzte Punkt erzeugt die andere Seite des Wetterproblems.
Der Wechsel auf Regenreifen löst ein Problem, solange die Strecke ausreichend nass ist.
Auf ihnen zu lange zu bleiben, schafft ein anderes.
Wenn die Rennlinie trocknet, arbeiten Reifen, die für das Verdrängen von Wasser ausgelegt sind, außerhalb ihres Idealeinsatzbereichs. Die Temperatur steigt, die Performance ändert sich, und der Fahrer muss schließlich entscheiden, ob die Strecke trocken genug ist, um wieder Slicks zu rechtfertigen.
Der Crossover-Punkt wird zur echten strategischen Entscheidung
Dieser Übergang zwischen Nass- und Trockenreifen ist eine der schwierigsten Einschätzungen im Motorsport.
Wechselt man zu früh, können Slicks durch die nassen Abschnitte fast unbenutzbar sein.
Wartet man zu lange, können Konkurrenten, die früher gewechselt haben, auf der zunehmend trockenen Rennlinie enorme Zeitgewinne erzielen.
True2Track macht diese Entscheidung komplexer, weil es nicht einen Moment geben muss, in dem die gesamte Strecke den Zustand ändert.
Ein Sektor kann trocken sein.
Ein anderer kann noch erhebliches Stehwasser enthalten.
Ein schattiger Streckenabschnitt hält Feuchtigkeit länger als ein exponierter Bereich. Starker Verkehr kann das Trocknen der Hauptlinie beschleunigen, während Alternativlinien nass bleiben.
Der Spieler muss daher die Strecke als Ganzes beurteilen.
Eine Runde kann mehrere Sekunden Qual auf dem falschen Reifen enthalten, gefolgt von einem großen Vorteil an einer anderen Stelle.
Wetterstrategie wird zum Versuch, zu bestimmen, welcher Kompromiss gerade am wenigsten schadet.
Gummi verkompliziert die Lage weiter
Wasser ist nur ein Teil von True2Track.
Die gleiche Technologie verfolgt auch die Gummiauflagerung.
Während Autos Runden absolvieren, hinterlassen Reifen Gummi auf der Fahrbahn. Bei trockenen Bedingungen erhöht dieser Prozess in der Regel die Haftung entlang der stark befahrenen Rennlinie.
Regen kann die Beziehung völlig verändern.
Eine stark gummierte Linie ist nicht automatisch der beste Platz, sobald genug Wasser kommt. Fahrer müssen unter Umständen anderswo nach Grip suchen, besonders während des Übergangs zwischen trocken und nass.
True2Track kombiniert daher zwei ständig wechselnde Variablen: wo Gummi angesammelt ist und wo sich gerade Wasser befindet.
Die Beziehung zwischen beiden kann eine Rennlinie erzeugen, die sich über ein ganzes Event entwickelt, statt von Practice über Qualifying bis zum Rennen fest zu bleiben.
Project Motor Racing erlaubt sogar, dass Streckenbedingungen zwischen Sessions erhalten bleiben, sodass die Entwicklung der Strecke nicht zwangsläufig zurückgesetzt wird, nur weil eine Session beendet ist.
Marbles schaffen eine andere Oberfläche außerhalb der Linie
Reifenabrieb fügt eine weitere Komplikation hinzu.
True2Track simuliert die Entstehung und Verteilung von Rubber Marbles — Gummistücken, die sich fernab des stark genutzten Teils der Strecke ansammeln.
Das System berücksichtigt Reifenverschleiß, Schlupf, laterale Kräfte und Ereignisse wie Blockaden, wenn es dieses lose Gummi erzeugt.
Diese Marbles verringern anschließend die verfügbare Haftung.
Das bedeutet, dass das Verlassen der konventionellen Rennlinie während eines nassen oder trocknenden Rennens nicht automatisch eine sicherere Oberfläche garantiert.
Der Fahrer kann weniger Wasser, aber mehr lose Gummistücke vorfinden.
Wieder ist Lokalität das entscheidende Merkmal.
Verschiedene Bereiche derselben Kurve können unterschiedliche Kombinationen aus Wasser, Gummi und Abrieb bieten. Der Spieler wählt effektiv zwischen Oberflächen, nicht nur zwischen geometrischen Linien durch die Kurve.
Die KI sieht dieselbe Strecke
Straight4 hat True2Track auch als gemeinsame Informationsquelle für mehrere Systeme konzipiert.
Dazu gehört die KI.
Computergegner können Oberflächenzustandsdaten konsultieren und ihre Rennlinie anpassen, je nachdem, wo Haftung existiert. Sie können trockenere oder stärker gummierte Abschnitte bevorzugen und versuchen, tiefes Stehwasser oder mit Marbles verunreinigte Bereiche zu meiden.
Das ist wichtig, weil überzeugendes dynamisches Wetter schnell zusammenbricht, wenn nur der menschliche Spieler sich daran halten muss.
Fahren KI-Autos weiterhin ihre standardmäßigen Trockenlinien ungeachtet von Pfützen oder wechselnder Haftung, wirkt die Simulation schnell künstlich vorhersehbar.
Project Motor Racing versucht stattdessen, alle Beteiligten auf dieselbe sich entwickelnde Strecke reagieren zu lassen.
Die gleichen Oberflächendaten informieren die Physik des Spielers, die KI-Entscheidungsfindung und die visuelle Darstellung.
Straight4 beschreibt die Philosophie als eine einheitliche, autoritative Zustandserfassung der Strecke statt separater Annäherungen für Grafik und Handling.
Was du siehst, hängt mit dem zusammen, was die Reifen fühlen
Diese gemeinsamen Daten erlauben es außerdem, dass das visuelle System dasselbe Wasser darstellt, das die Physik benutzt.
Pfützen können dort erscheinen, wo sich Wasser angesammelt hat.
Nasse Oberflächen reagieren visuell auf veränderte Feuchtigkeit.
Schaum und Spray entstehen entsprechend den Bedingungen, die die Autos tatsächlich durchfahren.
Der Vorteil ist nicht rein kosmetisch.
Fahrer brauchen verlässliche visuelle Hinweise.
Wenn eine Pfütze tief aussieht, aber keine physikalische Auswirkung hat, lernen Spieler früher oder später, sie zu ignorieren. Wenn ein scheinbar trockener Bereich plötzlich wie stehendes Wasser reagiert, wird die Simulation aus falschen Gründen unvorhersehbar.
Das ideale Ergebnis ist, dass visuelle Hinweise dem Spieler vermitteln, was das Physiksystem bereits weiß.
Der Glanz der Strecke, sichtbare Wasserlachen und der von anderen Autos aufgewirbelte Spray werden zu Informationen, die fahrentscheidend sind.
Die Wetterdarstellung wurde nach dem Release weiter verbessert
Project Motor Racing hat die Startversion seiner Wetterdarstellung nicht als abgeschlossen betrachtet.
Das kürzlich veröffentlichte Version 2.3-Update am 23. September 2026 brachte weitere Verbesserungen an Wetter- und Umweltpräsentation.
Straight4 überarbeitete sein Beleuchtungsmodell, um Sonnenintensität, Farbtemperatur und Himmelsillumination natürlicher über den kompletten Tag-Nacht-Zyklus zu simulieren.
Tone Mapping und Belichtung wurden ebenfalls angepasst, um die Sichtbarkeit am Streckenrand über helle Himmel, Schatten, Scheinwerfer und lichtschwächere Umgebungen hinweg zu erhalten.
Diese Änderungen sind besonders relevant für Regen.
Rennen bei Nässe hängen stark davon ab, subtile Unterschiede in der Oberflächenoptik zu interpretieren, und dramatische Lichtwechsel können das erschweren, wenn Spiegelungen oder Belichtungsspitzen die Szene überlagern.
Die verbesserte Darstellung unterstützt also mehr als nur Screenshots. Sie kann den physischen Zustand, den True2Track erzeugt, für Spieler hinter dem Steuer leichter lesbar machen.
Volle Tag-Nacht-Zyklen fügen eine weitere Variable hinzu
Dynamisches Wetter spielt außerdem in einem vollständigen 24-Stunden-Tag-Nacht-Zyklus.
Das erlaubt es, Wasserkonditionen mit sich ändernden atmosphärischen Umständen interagieren zu lassen statt sie unter festen Licht- und Temperaturannahmen zu halten.
Die Strecken in Project Motor Racing berücksichtigen Variablen wie Umgebungstemperatur, Streckentemperatur, Jahreszeit, Windrichtung und -geschwindigkeit.
Diese Faktoren sorgen dafür, dass identischer Niederschlag nicht zwangsläufig immer dasselbe Rennen erzeugt.
Ein nasser Nachmittag und eine nasse Nacht können sehr unterschiedliche Fahrumgebungen erzeugen, noch bevor die Wassertiefe einbezogen wird.
Die Sicht ändert sich.
Das Reifenmanagement ändert sich.
Die Geschwindigkeit, mit der sich Bedingungen entwickeln, kann sich ändern.
Ein langes Ausdauer-Rennen kann daher mehrere deutlich verschiedene Phasen durchlaufen, ohne dass das Spiel manuell zwischen vorgegebenen Streckenzuständen wechseln muss.
Regen wird zum Ebenmacher, weil er Gewissheit zerstört
Der Begleittext der neuen Präsentation — „Rain is the great equaliser“ — ist aus gutem Grund im Motorsport geläufig.
PS sind weniger nützlich, wenn sie nicht durch die Reifen übertragen werden können.
Ein Fahrer mit leicht langsamerer Pace kann durch bessere Einschätzung Zeit gewinnen.
Bremspunkte werden weniger absolut.
Fahrer, die wechselnde Haftung verstehen, können Konkurrenten schlagen, die sich auf Wiederholung verlassen.
True2Track scheint genau um diesen Verlust an Gewissheit herum aufgebaut zu sein.
Eine Kurve ist nicht länger nur eine Kurve mit festgelegtem Haftungsniveau.
Ihr Verhalten hängt davon ab, was zuvor passiert ist: wie viel Regen fiel, wie viel Wasser abgeflossen ist, wie viele Autos über die Oberfläche fuhren, wie viel Gummi sich ablagerte und ob lose Ablagerungen außerhalb der Linie gelandet sind.
Die Simulation erinnert sich.
Eine Runde kann wirklich anders sein als die nächste
Das ist letztlich das wichtigste Versprechen hinter True2Track.
Dynamisches Wetter ist in modernen Rennspielen nicht ungewöhnlich.
Eine Strecke, die sich physisch durch Wetter und befahrende Autos entwickelt, ist ein weitaus anspruchsvolleres System.
Wenn es wie beabsichtigt funktioniert, fährt der Spieler nie ausschließlich gegen eine statische Strecke.
Die Oberfläche wird selbst Teil des Wettstreits.
Regen bildet Pfützen. Die Schwerkraft bewegt das Wasser. Drainage entfernt es. Reifen schneiden einen temporären Pfad. Verkehr verbreitert diesen Pfad. Sonne und Verdunstung treiben den Prozess weiter. Gummi sammelt sich an. Marbles bilden sich außerhalb der Linie.
Dann kann ein weiterer Schauer beginnen und alles wieder durcheinanderbringen.
Project Motor Racings aktuelle True2Track-Präsentation konzentriert sich speziell auf Wasser, aber die größere Idee reicht weiter: Die Strecke sollte sich weniger wie Kulisse und mehr wie eine physische Umgebung verhalten, die ständig von allem verändert wird, was auf ihr passiert.
Das macht das Fahren bei Nässe deutlich mehr als nur Grip reduzieren und Spray erhöhen.
Wenn der Regen kommt, kann die schnellste Linie um die Strecke aufhören, die Linie zu sein, die alle in den trockenen Runden gelernt haben.
Und bis die Fahrer schließlich verstanden haben, wohin der Grip gewandert ist, verändert sich die Strecke möglicherweise schon wieder.
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